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Es gibt viele falsche Vorurteile

Viele Menschen haben zwar Erfahrungen mit Hypnose - doch meist leider nur einseitige. Bekannt ist Hypnose meist nur aus Hypnoseshows, bei denen Freiwillige zur Schau gestellt werden. Wesentlich weniger bekannt ist hingegen, daß mit Hilfe von Hypnose dem Menschen sehr viel Gutes getan werden kann. Der medizinisch-therapeutische Einsatz wird daher als Hypnosetherapie – kurz: Hypnotherapie bezeichnet.

In mehreren hundert klinischen Studien wurde die Wirksamkeit nachgewiesen.
Wussten Sie z.B., dass alleine durch die Anwendung der Hypnose bei Operationen gänzlich auf Narkose verzichtet werden kann und der Patient dabei trotzdem schmerzfrei bleibt? Können Sie glauben, dass bei Geburten unter Hypnose die Frau ihr Baby – fast – schmerzfrei zur Welt bringen kann?

Hypnosetherapie hilft aber auch bei Alltags-"problemen" und Erkrankungen, denen nicht ausschließlich nur körperliche Ursachen zugrunde liegen. Das weite Spektrum der Hypnosetherapie beinhaltet Raucherentwöhnung (manchmal reicht nur eine Sitzung!), Angst- und Panikstörungen, psychosomatische Erkrankungen und viele andere: Anwendungsbereiche von Hypnotherapie

Hypnosetherapie gilt als eine seriöse und sehr wirksame Methode, um Menschen zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und Erkrankungen zu heilen. Dabei kann – weil das Unterbewusstsein in den Genesungsprozess mit eingebunden wird – sehr viel schneller die Heilung / Symptomfreiheit erreicht werden.

Was ist Hypnose und wie funktioniert sie?

Während man im normalen Bewusstseinszustand immer verschiedene Reize gleichzeitig wahrnimmt, ist in Hypnose oder Trance die gesamte (oder zumindest ihr größter Teil) Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Sache gerichtet, so dass man die restliche Umgebung mehr oder weniger aus dem Auge verliert. Man kann auch sagen, dass die Aufmerksamkeit weg von äußeren Reizen hin auf das innere Erleben gelenkt wird. Je besser das innere Erleben des Klienten, desto tiefer gelingt es ihm, einzutauchen.

Ein schönes Beispiel ist das Joggen:
Der Jogger geht, je länger er läuft, immer mehr in seiner Tätigkeit auf. Nach einer gewissen Zeit werden die Abläufe reibungslos abgespult. Irgendwann laufen die Beine von ganz allein und man gerät in einen Zustand, in dem er persönliche Grenzen verschieben kann, von denen man bisher dachte, sie seien unveränderlich.

Wie eine Studie zeigt, kann Hypnose die Hirnfunktionen verändern. Die Informationsverarbeitung kann im Gehirn so stark verändert werden, dass typische Wahrnehmungskonflikte nicht mehr auftreten. Als Beispiel wurde das Lesen, das für gewöhnlich ein automatischer Prozeß ist, untersucht.
In der Studie wurde erforscht, was passiert, wenn Probanden mit unterschiedlichen Hypnoseempfänglichkeiten verschiedene Farbnamen schreiben, jedoch mit einer anderen Farbe, als das Wort, das gerade geschrieben wird.
Die leicht hypnotisierenden Probanden konnten wesentlich schneller die richtige Schriftfarbe benennen.

Hypnosetherapie nutzt – neben der Macht des menschlichen Geistes - die unglaubliche Kraft der Worte. Wie mächtig Worte sein können, hat im Grunde genommen jeder schon einmal erlebt. Wer fühlt sich nicht total beflügelt durch ein einziges Wort des Lobes? Wen trifft die unbarmherzige Härte einer Beleidigung mehr als den Empfänger dieser schmerzlichen Worte? Während dem hypnotischen Zustand werden dem Klienten in einem ganz entspannten Zustand die zielgerichteten Worte - Suggestionen genannt - gegeben.
Jeder Mensch kennt hypnotische Zustände, denn jeden Abend kurz vor dem Einschlafen ist jeder in einem solchen Zustand. Daraus lässt sich folgern, dass im Grunde jeder Mensch hypnotisierbar ist - jedoch nur in unterschiedlichen Trancetiefen und in einer individuellen Geschwindigkeit.

Ein Herzstück der Hypnosetherapie ist die Suche nach der Ursache eines Problems (Ursache-Wirkungs-Prinzip). Dabei werden die vielen Informationen im Unterbewusstsein „angezapft“ und für die weitere Arbeit genutzt. Wir gehen deshalb davon aus, dass ein Problem bzw. ein Symptom erst dann „überflüssig“ ist, wenn dessen Ursache gefunden und bearbeitet ist. Alle anderen Techniken, die nicht auf eine Bearbeitung des zugrundeliegenden Konfliktes ausgerichtet sind, können sonst eine Symptomverschiebung verursachen.

Die aktive Mitarbeit des Klienten nimmt einen wichtigen Stellenwert in der gemeinsamen therapeutischen Arbeit ein – die Selbststeuerungsfähigkeit des Klienten ist somit Grundlage für den Therapieerfolg.

Hypnose bzw. Hypnosetherapie ist – professionell und richtig angewendet - eine genauso gefahrlose Methode, wie andere Therapieformen auch. Der Klient kann Dinge erreichen, die sonst nicht erreichbar gewesen wären. Selbst Prominente und Profisportler vertrauen schon seit Jahrzehnten auf die beeindruckende Wirkung von Hypnose und Hypnosetherapie.

Für den Klienten ist allerdings wichtig, dass er auf eine fundierte Ausbildung seines Hypnotherapeuten großen Wert legt, da nur sie – verknüpft mit jahrelanger Erfahrung – den Therapieerfolg ermöglicht.